von Matthias Wichelhaus
am 4. Mai 2017
5 Minuten Lesezeit

Die Welt dreht sich scheinbar immer schneller, das Hamsterrad, in dem wir uns befinden, ebenso. Unser erster – und meist auch letzter – Berührungspunkt am frühen Morgen beziehungsweise späten Abend ist das Touchscreen unserer Smartphones, manche sprechen schon von Sucht oder Abhängigkeit. Der Alltag wird immer virtueller; von Arbeitsprozessen bis hin zu menschlichen Beziehungen. Bald schweben wir mit Mini-Flugtaxis von A nach B oder Virtual-Reality-Headsets erlauben uns, an einem einsamen Strand von Bora Bora spazieren zu gehen.

Die digitale Revolution schreitet weiter voran, einigen von uns leider etwas zu schnell. Der Fortschritt bringt auch Nachteile mit sich; immer mehr Apps, ein Überfluss von Informationen und die ständige Erreichbarkeit münden oft in Stress oder gar Depression. Wer möchte da nicht mal wieder richtig abschalten, sprichwörtlicher als je zuvor. Natur. Stille. Freiheit. Wie klingt das zur Abwechslung? Es gibt ein ganz besonderes Wundermittel mit genau diesen Zutaten: der afrikanische Busch.

Der afrikanische Busch ist die perfekte Medizin für die Seele

„Ein Moment der Seelenruhe ist alles, wonach der Mensch streben mag“, so lautet ein persisches Sprichwort. Wenige Orte auf der Welt erlauben dieses Gefühl in den heutigen Zeiten, doch Afrika ist Heimat vielfältiger Landschaften und unberührter Natur und führt uns Menschen sprichwörtlich zum Ursprung zurück. Diese Orte sind perfekt für ein „digitales Detox“:

1. Serra Cafema, Namibia

Foto: Serra Cafema

Foto: Serra Cafema

Foto: Serra Cafema

Foto: Serra Cafema

Das Serra Cafema liegt am Ufer des Kunene-Flusses im äußersten Nordwesten Namibias und ist eines der abgelegensten Camps im südlichen Afrika. Einer Oase gleichend, ist es eingebettet in schattige Akazienbäume, umgeben von den seichten Sanddünen der Region. Der Stil ist inspiriert vom lokalen Himba-Stamm und auch heute noch wird Gästen auf authentische Weise Einblick in Tradition und Kultur der Himba ermöglicht.

2. Greystoke Mahale, Tansania

Foto: Greystoke Mahale

Foto: Greystoke Mahale

Foto: Greystoke Mahale

Kaum hat man das Flugzeug verlassen, realisiert man, dass man am Ende der Welt angekommen ist. Zwischen dem Tangangyika-See und den tropischen Mahale-Bergen eingebettet, bietet das Greystoke Mahale eine der besten Schimpansen-Begegnungen überhaupt und ist gleichzeitig ein traumhaftes Stranddomizil. Ihr Tagesablauf besteht demnach aus einer Wanderung in den Urwald, Schnorcheln, Angeln und einem klassischen „Sundowner“ mit Blick auf den See – wer braucht da noch Handys oder Tablets?

3. Anjajavy, Madagaskar 

Foto: Anjajavy Hotel

Foto: Anjajavy Hotel

Foto: Anjajavy Hotel

Foto: Anjajavy Hotel

Anjajavy im Nordwesten Madagaskars ist nicht nur einfach ein Naturreservat. 24 Luxus-Villas aus Palisander liegen inmitten unberührter Wildnis, zwischen üppiger Vegetation und dem Glitzern des Indischen Ozeans. Die Definition eines Strandparadieses mit „High Tea“ im Tropengarten, der regelmäßig von Lemuren und exotischen Vögeln besucht wird, einem romantischen Abendessen unterm Sternenhimmel oder Massagen am Strand.

4. Kipungani Explorer, Kenia

Kenia ist berühmt für kilometerweite Savanne und die „Big Five“ – Elefant, Löwe, Leopard, Nashorn und Büffel. Doch ein echter Geheimtipp ist die Küste, genauer gesagt die Insel Lamu. Ganz am Ende der unendlich langen, weißen Sandstrände befindet sich versteckt unter Palmen das Kipungani Explorer. Zu den Lieblingsaktivitäten vor Ort gehören Hochseeangeln, Surfen, Ausflüge in die Mangroven, Kajak-Touren oder Tiefseetauchen. Regelmäßige Beobachtungen von Delfinen, Wasserschildkröten und Walen machen Kipungani Explorer zum perfekten Ort, um abzuschalten.

5. Singita Pamushana, Simbabwe

Foto: Singita Pamushana Lodge

Foto: Singita Pamushana Lodge

Foto: Singita Pamushana Lodge

Die Singita Pamushana Lodge schmiegt sich perfekt in die Umgebung des Malilangwe Wildreservats ein und ist eine der luxuriösesten Unterkünfte Simbabwes. Das 53.000 Hektar große Reservat ist allerdings nicht nur Heimat der wilden Flora und Fauna Afrikas, sondern auch für kulturelle Schätze wie 2000 Jahre alte Felsmalereien der San-Buschmänner. Zum Wohlfühlprogramm tragen ein Jacuzzi, das Spa, Sternbeobachtungen, eine Bootsfahrt im Sonnenuntergang sowie ein 9-Loch-Golfplatz bei.

6. Hoanib Skeleton Coast Camp, Namibia 

Foto: Hoanib Skeleton Coast Camp

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Foto: Hoanib Skeleto Coast Camp

Foto: Hoanib Skeleton Coast- Camp  

Foto: Hoanib Skeleton Coast Camp

Namibia ist ein Synonym für Stille und unendliche Weiten. Das Hoanib Skeleton Coast Camp liegt in einem 300.000 Hektar großen privaten Reservat in der Nähe des Skeleton Coast Nationalparks. Die Unterkunft ist eine Oase von Luxus und Entspannung in einer Landschaft zwischen Wüste und dramatischen Felsformationen. Erbaut auf einer Insel eines ausgetrockneten Flussbetts, haben Gäste hier einen traumhaften Blick über die Weiten.

7. Busanga Bush Lodge, Sambia

Foto: Busanga Bush Camp

Foto: Busanga Bush Camp

Dieses traditionelle Camp liegt ebenfalls auf einer Insel, umringt von den saisonalen Wasserkanälen der Sumpflandschaft. Geschmückt von uralten Feigenbäumen und Palmen, überblickt das Camp die Weiten der Busanga Plains, einem wahren Tierparadies und Heimat von Löwen, Antilopen, Elefanten, Nilpferden und vielen weiteren Arten. Gäste können eine Dusche im Freien genießen mit Blick auf die Wildnis. Das ultimative Safari-Erlebnis ist eine Buschwanderung – näher kommen Sie der Natur nirgendswo.

8. Vamizi Island, Mosambik

Foto: Vamizi Island Lodge

Foto: Vamizi Island Lodge

Foto: Vamizi Island Lodge

Foto: Vamizi Island Lodge

Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich Ihre Trauminsel vor – weiße Sandstrände, tropische Wärme, türkises Wasser, Korallenriffe und das seichte Plätschern des Meeres. Dieser Ort existiert tatsächlich und ist noch viel schöner als in Ihren Vorstellungen. Vamizi ist Teil des Quirimbas-Archipels im Norden Mosambiks und ein wahres Inselparadies.