von Stefanie am 9. Oktober 2014
5 min read

In den vergangen Wochen und Monaten rückte Afrika weltweit verstärkt ins Medieninteresse. Der Grund dafür hat fünf Buchstaben: Ebola. Für uns von Rhino Africa hat die Sicherheit unserer Kunden oberste Priorität. Als Afrikas führendes Safari-Unternehmen versichern wir Ihnen, dass wir in Bezug auf das Wohlbefinden und die Gesundheit unserer Kunden niemals Kompromisse eingehen würden. Da wir immer wieder auf Ebola angesprochen werden, möchten wir die Bedenken unserer Kunden mit diesem Artikel aufgreifen und die leider oft inkorrekte Berichterstattung relativieren.

Lesen Sie den offenen Brief an die Medien vom CEO und Gründer der Rhino Africa Gruppe, David Ryan, der inkorrekte Berichterstattung über den Ebola-Ausbruch anspricht. Um Ihre Bedenken hinsichtlich einer Reise nach Afrika weiter zu lindern, bieten wir Ihnen folgende Garantie:

Sollte das Heimatland eines Kunden eine auf Ebola bezogene Reisewarnung herausgeben, die sich spezifisch auf ein Reiseziel bezieht, das Teil der Reiseroute des Kunden ist, garantieren wir 100% Rückerstattung des bei uns gebuchten Landprogrammes, oder nehmen eine kostenlose Umbuchung vor.

Viele bekannte Zeitschriften und Zeitungen greifen das Thema Ebola auf. Mit Titeln wie „Ebola-Hölle“ und „Die entfesselte Seuche“ erfolgt eine einseitige und oft inkorrekte Berichterstattung, die Raum für Fehlinterpretationen zulässt. Häufig entsteht dann der Eindruck, der gesamte Kontinent Afrika sei von dem Ebola-Ausbruch betroffen. Mit diesem Blogartikel möchten wir Missverständnisse wie dieses aufklären und Ihnen umfangreiche Informationen liefern, auf deren Grundlage Sie sich eine Meinung hinsichtlich Ihrer Afrika-Reise bilden können.

1. Afrika is RIESIG

Um die Lage des Ebola-Ausbruchs und in welcher Relation dieser zum Rest Afrikas steht zu verstehen, ist es wichtig, sich die Ausdehnung des Kontinents vor Augen zu führen. Afrika ist so groß wie Indien, Mexiko, Peru, Frankreich, Spanien, Papua Neu Guinea, Schweden, Japan, Deutschland, Norwegen, Italien, Neuseeland, das Vereinte Königreich, Nepal, Bangladesch und Griechenland zusammen.

Wahre Größe Afrikas

Karte von Kai Krause

2. Ebola betrifft bisher sechs von 55 afrikanischen Ländern

Bis zum heutigen Datum haben sechs von insgesamt 55 afrikanischen Ländern bestätigte Fälle von Ebola gemeldet. Zu diesen gehören auch Nigeria und Senegal, wobei die Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigt, dass beide Länder die Lage unter Kontrolle haben und das Virus eingedämmt ist. Außerdem ist es weithin anerkannt, dass der derzeitige Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo auf einen anderen Virusstamm zurückzuführen ist und daher nicht mit dem Ausbruch in Sierra Leone, Guinea und Liberia in Zusammenhang steht. In der folgenden Karte werden die von Ebola betroffenen Länder gegenüber nicht betroffenen Ländern hervorgehoben, wobei auch die Demokratische Republik Kongo aufgeführt wird. Die verbleibenden drei Länder Sierra Leone, Liberia und Guinea kämpfen weiterhin gegen Ebola. Wie bereits erwähnt, ist dieser Ausbruch auf ein bestimmtes Gebiet in Afrika begrenzt. Ungenaue Berichterstattung jedoch führt dazu, dass Ebola zu einem Problem ganz ‚Afrikas‘ erklärt wurde. Diese Darstellungsweise ist inkorrekt und kann zu schwerwiegenden Folgen für den gesamten Kontinent führen.

Ebola Karte Afrika

Karte von of www.tourismupdate.co.za.

3. London, Paris, Lissabon und Madrid liegen näher am Ebola-Epizentrum als viele afrikanische Städte, inkl. Nairobi, Arusha, Johannesburg und Kapstadt

Wer die Größe Afrikas ins Verhältnis setzt sieht, dass Nord-, Süd- und Ost-Afrika vom Epizentrum des Ausbruchs weit entfernt liegen.

Ebola Weltkarte WHO

Stand vom 3.Oktober 2014 | Karte von der WHO. Leider verstarb Thomas Eric Duncan, der erste bestätigte Ebola-Fall in den USA, am 8. Oktober 2014.

Städte wie Lissabon, Madrid, Paris und London befinden sich näher an den betroffenen Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia als die afrikanischen Städte Gaborone, Nairobi, Arusha, Kapstadt und Johannesburg. Im Folgenden haben wir die Entfernung der einzelnen Städte zu Freetown, Sierra Leone, aufgelistet:

Lissabon, Portugal: 3678 km

Madrid, Spanien: 3390 km

Paris, Frankreich: 4697 km

London, Vereintes Königreich: 4927 km

Gaborone, Botswana: 5625 km

Nairobi, Kenia: 5648 km

Die kenianische Regierung ist bekannt für ihre medizinischen Forschungseinrichtungen und ist zuversichtlich, das Virus schnell eindämmen zu können, sollte es sich in Richtung Osten ausbreiten.

Arusha, Tansania: 5695 km

Der tansanische Präsident Jakaya Kekwete zerstreute Befürchtungen darüber, dass eine Ebola-Epidemie in ganz Afrika ausbrechen könnte. Er sagt, Afrika bleibt ein sicheres Reiseziel für Urlauber weltweit.

Kapstadt, Südafrika: 5772 km

Johannesburg, Südafrika: 5892 km

Der südafrikanische Gesundheitsminister erklärt, dass Südafrika im Falle der Einreise einer infizierten Person ins Land gut vorbereitet ist. Grenzkontrollen sind in höchster Alarmbereitschaft und Quarantäneeinrichtungen sind vorhanden, um mögliche Bedrohungen zu minimieren.

4. Ebola ist nicht durch die Luft übertragbar

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass Ebola nicht – wie die beispielsweise Erkältungen – über die Luft übertragen werden kann. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation verbreitet Ebola sich „durch engen und direkt Körperkontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten“. Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite der WHO.


Es ist bedauerlich, von den wahren Opfern der Epidemie – Menschen, die ihr Leben, oder das eines geliebten Menschen, an Ebola verloren haben sowie Länder und medizinisches Personal, die mit dem Schutz ihres Volkes betraut sind – auch nur für einen Moment abzulenken. Es ist jedoch notwendig, auf unbegründete Ängste aufmerksam zu machen. Die Geschichte lehrt uns, dass das gesamte Ausmaß einer solchen Epidemie weitreichende Effekte hat: Die unmittelbare gesundheitliche Bedrohung wird oft von tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen übertroffen. Mit anderen Worten: Panik und Verwirrung helfen dem Virus und vergrößern das Ausmaß seiner Zerstörung.

Wir hoffen, dieser Artikel bietet Ihnen ein besseres Verständnis hinsichtlich des Ebola-Ausbruchs und das wir Ihre Sorgen bezüglich einer Reise nach Afrika lindern konnten. Um Ihr finanzielles Risiko zu minimieren, empfehlen wir Ihnen die Buchung flexibler Flüge, die Änderungen und Stornierungen zulassen.

Sollten Sie noch weitere Fragen oder Bedenken haben, die wir mit diesem Artikel nicht beantwortet haben, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Es wäre schade, wenn Sie die Reise Ihres Lebens auf Grund von inkorrekten Informationen und Missverständnissen verpassen würden.