von Katharina Riebesel am 17. November 2017
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Afrika hält sich mit Superlativen keineswegs zurück. Zu welchen fantastischen und inspirierenden Kreationen Mutter Natur fähig ist, beweisen die Sieben Naturwunder Afrikas. Sie spiegeln die überwältigende Vielfalt des Kontinents wider. Halten Sie Stift und Notizblock zum Aufschreiben von Reisetipps bereit, denn wir begeben uns jetzt in die faszinierende Wunderwelt Afrikas:

1. Kilimandscharo

Eine Elefantenherde vor dem schneebedeckten Kilimanjaro - eines der Sieben Naturwunder Afrikas

Die schneebedeckte Spitze des Kilimandscharo inmitten einer Savannenlandschaft, in welcher Elefanten und Giraffen umherziehen – ein ikonisches Bild, das einem beim Gedanken an Afrika sofort in den Sinn kommt. Das „Dach Afrikas“ ragt im Norden von Tansania knapp 5900 Meter in die Höhe und ist damit der größte Berg des Kontinents. Logisch, dass er damit auch auf der Liste der Sieben Naturwunder Afrikas steht! Darüber hinaus heimst der Kilimandscharo auch noch den Titel als höchster freistehender Berg der Erde ein. Wenn Sie pittoreske Aufnahmen von dem Berg machen wollen, empfiehlt es sich, dies von Kenia aus zu tun, beispielsweise im Amboseli Nationalpark. Nichtsdestotrotz erleben Sie die ganze Schönheit des Naturwunders erst auf einer mehrtägigen Wandertour. Es wird dazu geraten, sich für den Aufstieg zwischen fünf und sieben Tagen Zeit zu lassen, um sich entsprechend zu akklimatisieren. Insgesamt sieben Gipfel mit dem Uhuru Peak als höchstem Punkt bilden diesen majestätischen Berg.

2. Ngorongorokrater

Zebras und Flamingos in den Ebenen des Ngorongroro Kraters

Willkommen im bezaubernden Garten Eden von Afrika: Der Ngorongorokrater ist die weltweit größte zusammenhängende Caldera, ein kesselartiger Vulkankrater, der mit Wasser gefüllt ist. Die Wasservorräte des 264 Quadratkilometer großen Kraters locken zahlreiche Tierarten in den Norden Tansanias. Bei wem der angrenzende Serengeti Nationalpark sowie auf dem Reiseplan steht, sollte sich auch im Ngorongorokrater während einer Pirschfahrt auf die Spuren der „Big Five“ begeben. Unter anderem haben Sie hier die Chance, das gefährdete Spitzmaulnashorn vor die Linse zu bekommen. Ornithologen dürfen sich auf unzählige bunte Vögel wie pinke Flamingos freuen.

3. Nil

Malerischer Sonnenuntergang über dem sprudelnden Nil in Uganda

Foto: Rod Waddington

Der Nil schlängelt sich auf dem Weg von seinen zwei Quellen bis zur Mündung ins Mittelmeer durch insgesamt zehn Länder: Uganda Äthiopien, Sudan, Südsudan, die Demokratische Republik Kongo, Kenia, Tansania, Ruanda, Burundi und Ägypten. Mit 6653 Kilometern ist er der längste Fluss Afrikas und nach dem Amazonas der zweitlängste Fluss der Welt – somit hat sich der Nil die Auszeichnung als eines der Sieben Naturwunder Afrikas redlich verdient. In Ruanda können Sie beobachten, wie sich der Fluss mit seiner ganzen Kraft durch einen schmalen Canyon presst, was den Murchison-Wasserfall bildet. Diese Region ist das Zuhause von 76 Säugetieren und rund 450 Vogelarten. Auf einer Flusskreuzfahrt sehen Sie wilde Tiere wie Krokodile, die ständig auf der Lauer nach einem Büffel oder Gnu sind.

4. Okavango Delta

Die grüne Landschaft des wasserreichen Okavango Deltas von oben

In Botswana, dem grünen Herzen Afrikas, befindet sich das größte Binnendelta der Welt. Nach der Regensaison im Januar und Februar beginnt der Wasserpegel des Okavango Deltas im März zu steigen. Im Juli und August ist die gesamte Region von einer rund zwei Meter tiefen Wassermasse bedeckt. Während einer Heißluftballonfahrt oder einem Rundflug beobachten Sie die gesamte Dimension des Okavango Deltas aus der Vogelperspektive. Das Naturspektakel beeinflusst die Flora und Fauna, in welche Sie während einer Bootstour eintauchen können, maßgeblich. Breit- und Spitzmaulnashörner fühlen sich hier ebenso wohl wie Flusspferde, Elefanten und Strauße. Diese Artenvielfalt lockt natürlich auch viele Raubtiere wie Löwen, Leoparden, Krokodile und Geparden an. Auf einer Rundreise durchs südliche Afrika sollten Sie unbedingt an dem Ort haltmachen, wo gigantische Wassermassen das Land jedes Jahr in eine paradiesische Oase verwandeln.

5. Sahara

Menschen und Kamele ziehen durch die Dünen der Sahara - eines der Sieben Naturwunder Afrikas

Foto: Sergey Pesterev

Auf einer Fläche von mehr als 9,4 Millionen Quadratkilometern bestimmen bis zu 180 Meter hohe Dünen das Landschafsbild Nordafrikas. Die Sahara ist damit die größte Trockenwüste auf der Erde. Um dies einmal für Sie in Relation zu setzen: Die Sahara ist in etwa so groß wie China oder die USA. Da macht der Titel „Naturwunder Afrikas“ absolut Sinn. Als einziger Fluss durchströmt der Nil die Wüste das ganze Jahr über, kleinere Flüsse sind der intensiven Hitze nicht gewachsen. Neben einem Meer aus goldenem Sand sind Steinplateaus sowie Salz- und Kiesebenen typisch für die Sahara. Im Norden und Süden geht die Wüste in grüne Graslandschaften über.

6. Red Sea Reef

Bunte Fische schwimmen in einem Korallenriff hin und her

Foto: Derek Keats

Von der Wüste in eine bunte Unterwasserwelt: Das Red Sea Reef beweist, wie abwechslungsreich die Natur Afrikas ist. Während die Länder Ägypten, Sudan und Eritrea eher für ihre Trockenheit bekannt sind, befindet sich vor ihrer Küste auf einer Länge von knapp 2000 Kilometern ein artenreiches Wasserparadies. Mehr als 1100 faszinierende Fischarten sind in den Gewässern zu Hause – davon kommt rund ein Zehntel ausschließlich im Red Sea Reef vor. Eine hohe Widerstandsfähigkeit angesichts hoher Temperaturen zeichnet das afrikanische Korallenriff aus. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es das einzige sein könnte, dass einen signifikanten Klimawandel überstehen kann. Wünschenswert wäre es allemal!

7. Die „Große Tierwanderung“

Gnus überqueren im Zuge der „Großen Tierwanderung“ einen Fluss

Kilimandscharo, Ngorongorokrater und die „Große Tierwanderung“ – Tansania allein zählt drei Naturwunder Afrikas, welche Sie auf einer abenteuerlichen Reise durchs Land live sehen können. Auf der Suche nach Nahrung und Wasser streifen jedes Jahr Millionen Gnus, Gazellen und Zebras von der Serengeti bis in die kenianische Masai-Mara-Region. Auf ihrer langen Reise lauern diverse Gefahren wie hungrige Löwen in der Savanne oder Krokodile, die ihr Glück bei spektakulären Flussüberquerungen wittern. Bei der „Großen Migration“ handelt es sich – wie der Name bereits verrät – tatsächlich und die größte Migration an Land – was für ein dramatisches Naturschauspiel!

Victoria-Fälle

Die malerischen Victoria-Fälle aus der Vogelperspektive

Mit 1,7 Kilometern Breite und einer Höhe von 108 Metern ist es der größte Wasserfall unseres Planeten. Streng genommen gehören die Victoria-Fälle allerdings nicht zu den Sieben Naturwundern Afrikas, sondern vielmehr zu den Sieben Naturwundern der Welt. Einheimische nennen das Naturspektakel zwischen Sambia und Simbabwe „Mosi-oa-Tunya“ – „der Rauch, der donnert“. In genau diesen Genuss kommen Sie beim Anblick des beeindruckenden Wasserfalls, der jede Menge Spritzwasser und damit entsprechend viele Regenbogen produziert. Der Tafelberg in Kapstadt ist übrigens eines der Sieben Neuen Weltwunder.

Die Sieben Naturwunder Afrikas sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf die atemberaubende Wildnis, die Sie auf unserem Kontinent erwartet. Sie sitzen gedanklich schon im Flieger in den Süden? Kontaktieren Sie unsere Reiseberater, um von echten Afrika-Experten zu erfahren, wie Sie die einzigartige Natur Afrikas am besten erleben können.

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Titelbild: Chandrashekar Kalyanasundaram