von Maria Aschauer am 12. April 2018
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Strahlend weiße Sandstrände, türkisfarbenes Meer und Palmen soweit das Auge reicht: Die Malediven sind fast zu schön, um wahr zu sein und gelten als klares Traumziel im Indischen Ozean. Neben Tauch- und Schnorchelausflügen in die artenreichen Riffe der Umgebung sollten Sie es auf keinen Fall verpassen, auch die facettenreichen Einheimischen-Inseln der Malediven zu entdecken. Dies ist Touristen erst seit einigen Jahren erlaubt und bietet die einzigartige Möglichkeit, das echte Leben des Inselstaates aus 1190 Inseln und 26 Atollen kennenzulernen. Nichts wie auf zum Insel-Hopping!

Die vielen Gebäude von Malé aus der Vogelperspektive - Reiseführer Malediven

Malé, die Hauptstadt der Malediven

Thulusdhoo

Die nur 700 mal 400 Meter große Insel im Norden der Hauptstadt Male gilt als echter Geheimtipp für all jene, die vollends in das Leben der Malediver eintauchen  möchten. Unter begeisterten Wellenreitern gilt die Insel vor allem in der Hauptsaison zwischen März und Oktober als echtes Mekka der internationalen Surfszene. Ein weiteres Highlight: Die Coca-Cola-Fabrik im Herzen der Insel. Sie verwendet als einzige weltweit entsalztes Meerwasser zur Produktion des beliebten Erfrischungsgetränks. Der ansässigen Fabrik verdankt auch der bekannteste Surfspot der Insel seinen Namen – dieser wird schlicht Coke genannt.

Maafushi

Maafushi ist mit ihren 1270 mal 265 Metern eine der größten und bekanntesten Einheimischen-Inseln der Malediven. Ihr südliches Ende hat sich ganz dem Tourismus gewidmet: Hier finden Besucher kleine Hotels und Restaurants mit  typisch maledivischem Flair. Stress und Hektik? Fehlanzeige. In Maafushi ticken die Uhren definitiv langsamer. Beobachten Sie, wie Fischer bereits im frühen Morgengrauen aufs offene Meer aufbrechen oder erkunden Sie die Insel bei einem Spaziergang durch die sandbedeckten Straßen. Der tägliche Gesang des Muezin verleiht der Insel zudem ein ganz besonderes Flair.

Bikini Beach auf einer der Einheimischen-Inseln der Malediven

Badekleidung ist nur am sogenannten Bikini Beach erlaubt

Hulhumale

Zwar sind die kleinen, verträumten Inseln der Malediven wunderschön, bergen aber ein ganz naheliegendes Problem: Zu wenig Platz. So werden Inseln immer wieder künstlich vergrößert um Raum für Bewohner, Verwaltung und Industrie zu schaffen. Die zur Gänze künstlich geschaffene Insel Hulhumale kann hier als echtes Vorzeigeprojekt genannt werden. Die Regierung hat es sich als Ziel gesetzt, sie in eine fortschrittliche Stadt mit bestens ausgebauten Straßen sowie umweltfreundlicher Stromversorgung zu verwandeln. Besucher erwarten hier ein recht westlicher Lebensstil sowie verschiedenste Shops und Restaurants, die dazu einladen, allerlei Spezialitäten der Gegend zu probieren.

Ukulhas

Die ovalförmige Insel im Alif-Alif-Atoll gilt als eine der umweltfreundlichsten Inseln der Malediven und verfügt sogar über ein eigenes Recycling-System. Nur 72 Kilometer von der Hauptstadt Male entfernt, finden Besucher hier den längsten Bikini Beach der zugänglichen Einheimischen-Inseln. Bei einem Spaziergang durch die bunten Gassen erlangen Sie einen Eindruck vom Leben der herzlichen Inselbewohner. Mit Freude bringen sie Gästen die Besonderheiten ihrer Insel näher und mit etwas Glück nimmt Sie ein Fischer sogar zum Angeln mit.

Der Fang eines Fischers auf den Malediven

Fangfrischer Fisch

Trotz Robinson-Crusoe-Feeling gibt es bei einem Besuch der Einheimischen-Inseln einige Regeln zu beachten: Da die Malediven neben dem Oman und Katar zu den drei einzigen hundertprozentigen Moselemstaaten der Welt gehören, ist Alkohol abseits der Resort-Inseln strengstens verboten. Auch sollten Sie sich bei der Wahl Ihrer Kleidung an die Gepflogenheiten des Landes anpassen. Einzig am sogenannten Bikini Beach ist es Touristen erlaubt, sich in Badekleidung an den Strand zu legen. Außerhalb dieses Bereichs und beim Spaziergang durch die Stadt wird zumindest leichte Kleidung verlangt. Außerdem wichtig für die Reiseplanung: Auf manchen Inseln sucht man vergeblich nach Banken und Geldautomaten. Tragen Sie daher stets ein wenig Bargeld bei sich, um die verschiedenen landestypischen Spezialität probieren zu können.

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