von Katharina Riebesel am 6. Juli 2018
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In Kürze: Keiner kennt den Mana Pools Nationalpark im Nordwesten von Simbabwe besser als John Stevens. Er hat die meiste Zeit seines Lebens zwischen den hiesigen Sümpfen und dem dichten Busch verbracht und mitgeholfen, Wege anzulegen sowie Brücken zu bauen. Es erscheint daher nur logisch, dass der renommierte Guide seine Leidenschaft für Flora und Fauna mit Naturliebhabern aus allen Ecken der Welt teilen wollte. Das nach ihm benannte saisonale John’s Camp überblickt eine artenreiche Sumpflandschaft, auf deren anderer Seite Sambia hinter den Bergen beginnt. Wer sich nach einem Urlaub fernab der Zivilisation sehnt, findet hier die gewünschte Abgeschiedenheit und Ruhe.

Rhino Rating/Star Rating: ****

Preiskategorie: *****

 

Ausstattung / Camp

Sundowner in wasserreicher Graslandschaft mit Blick auf einen Elefanten

Bereit für einen Sundowner?, Foto: Katharina Riebesel

Das Camp wird jedes Jahr von Anfang Mai bis zum 15. November an derselben Stelle aufgeschlagen. Da die Unterkunft komplett uneingezäunt ist, sind Kinder erst ab zwölf Jahren erlaubt. Nicht selten kommt es vor, dass Löwen oder Elefanten durchs Camp streifen – wenn Sie die Trommel-Warnung hören, sollten Sie in Ihrem Zelt bleiben und warten, bis die Wildtiere weiterziehen. Unter schattenspendenden Bäumen befinden sich zu beiden Seiten des Gemeinschaftszelts insgesamt sechs Safari-Zelte. Weiße Leinen und große Fenster verleihen den Wohneinheiten mit Doppelbetten einen eleganten Touch. Auf WiFi verzichtet man in John’s Camp ganz bewusst – es steht die Faszination der Natur im Vordergrund.

 

Safari-Zelte

Die Inneneinrichtung in einem Safari-Zelt des John's Camps

Ihr Zuhause im Busch, Foto: Robin Pope Safaris

In den kompakten und dennoch ausreichend großen Zelten bilden die Betten den Mittelpunkt. Während man seine Beine hochlegt, blickt man auf die wasserreichen Ebenen – wilde Tiere inklusive. Lesen Sie auf Ihrer privaten Veranda ein gutes Buch und lassen Sie die Geräuschkulisse des Buschs auf sich wirken. Im hinteren Bereich der Zelte haben Sie ausreichend Platz, sich frisch zu machen – fließend Wasser ist in jeder Wohneinheit verfügbar – und sich zu kleiden. Dusche und Toilette befinden sich en-suite in jeweils einem eigenen Außenbereich. Keine Sorge, das Wasser ist stets warm genug, sodass selbst für eine Morgendusche im Winter keine großen Überwindungen nötig sind.

 

Aktivitäten

John Stevens auf einer Buschwanderung im Mana Pools Nationalpark

John Stevens, Foto: Katharina Riebesel

Wie John Stevens es so gut auf den Punkt bringt: Der Mana Pools Nationalpark ist der ideale Ort für Wander-Safaris und ausgiebige Buschwanderungen. Wer in den Genuss kommt, sich die Gegend vom erfahrenen Guide höchstpersönlich zeigen zu lassen, kann nicht anders, als sich binnen weniger Minuten in den wilden Busch zu verlieben. Natürlich müssen Sie nicht zwangsweise zu Fuß auf Entdeckungstour gehen. Ganz nach Ihrem Zeitplan werden Pirschfahrten im offenen Geländewagen angeboten. In den Morgen- und Abendstunden haben Sie die besten Chancen, Löwen und Leoparden zu sichten. Rund ums Camp erwartet Sie ein einzigartiges Naturphänomen: Einige Elefantenbullen im Mana Pools Nationalpark haben gelernt, sich auf ihre mächtigen Hinterbeine zu stemmen, um an die prächtigsten Früchte der Bäume heranzukommen. Das erleben Sie ausschließlich hier!

 

Essen

Gedeckter Tisch in John's Camp mit Blick auf die umliegende Natur

Gespeist wird open air, Foto: Robin Pope Safaris

Was für eine positive Überraschung: Trotz der abgeschiedenen Lage verfügen die Köche über die besten Zutaten und zaubern leckere Gerichte. Alle Mahlzeiten und Getränke sind im Preis inbegriffen. Auf spezielle Wünsche, sofern diese rechtzeitig im Voraus geäußert werden, geht das Camp-Management gerne ein.

Auswahl

Was das Team logistisch organisiert, ist beeindruckend. Gästen werden jeden Tag neue Gerichte serviert. Da auf spezielle Ernährungsarten eingegangen wird, kann jeder Urlauber nach seinen Vorlieben schlemmen. Beilagen stehen oftmals im Büffet-Style zur Auswahl, wodurch das Gemeinschaftsgefühl im Camp noch einmal verstärkt wird. Unser Highlight: Selbstgemachte Nachos mit würziger Guacamole.

Ambiente

Natur pur: Hier haben Sie endlich die Möglichkeit, zu entschleunigen. Beobachten Sie beim Frühstück Flusspferde in den überschwemmten Grasebenen und lauschen Sie am Lagerfeuer dem Brüllen von Löwen sowie Hyänen.

Service

So tief im Busch – nachts stellen Sterne und Mond die einzigen anderen Lichtquellen dar – rückt man während seiner Zeit in John’s Camp mit dem Personal zusammen. Die freundlichen Mitarbeiter bringen Ihnen jederzeit ein erfrischendes Getränk oder erwärmen Wasser für eine Dusche.

 

Beste Reisezeit für John’s Camp

Flusspferd marschiert durchs Wasser in den Sümpfen im Mana Pools Nationalpark

Rund ums Camp leben viele Flusspferde, Foto: Katharina Riebesel

Die Trockenzeit von Juni bis Oktober bietet Ihnen exzellente Bedingungen für Tierbeobachtungen. Allerdings sollten Sie sich im Winter (Juni bis August) auf kalte Nächte unter zehn Grad Celsius einstellen. Von November bis März fällt in dieser Region der meiste Regen. Zudem klettern die Temperaturen tagsüber auf über 35 Grad Celsius. Aus diesen Gründen schließt das Camp für einige Monate.

 

Anreise

Am bequemsten erreichen Sie das abenteuerliche Camp mit einem Kleinflugzeug von Victoria Falls oder Harare aus. Zudem können Sie einen Transfer von Harare aus buchen, der Sie über Chirundu befördert und anschließend mit einem Boot in den Nationalpark bringt. Selbstfahrer sind in John’s Camp ebenfalls herzlich willkommen. Allerdings raten wir von dieser Option ab, da die Wege durch den Busch nicht gerade einfach zu meistern sind.

Wilde Natur im Mana Pools Nationalpark

Die Natur Simbabwes erleben, Foto: Katharina Riebesel

Eignet sich besonders für: Naturliebhaber, Hobby-Ornithologen, Abenteurer

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