von Katharina Riebesel am 5. Februar 2020
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Gnus, Zebras und Antilopen, die in der Savanne grasen – so weit das Auge reicht. Einmal die Gnuwanderung in Ostafrika mit eigenen Augen zu sehen, ist gleich noch viel eindrucksvoller als eine der Tierdokumentationen im Fernsehen zu gucken. Wir verraten Ihnen ein paar interessante und erstaunliche Fakten über die Gnuwanderung in Afrika, damit Sie auf Ihrer nächsten Safari andere Mitreisende beeindrucken können.

Great Migration in Ostafrika: Gnus beim Überqueren eines Flusses

Gefährliche Flussüberquerungen

1. Es wandern nicht nur Gnus

Ganz klar stehen die Gnus bei der Großen Tierwanderung in Ostafrika im Rampenlicht. Doch sie ziehen nicht alleine durch die Grasebenen. Schätzungsweise werden 1,5 Millionen Gnus von circa 500.000 Antilopen (verschiedene Arten) und 400.000 Zebras begleitet. Gnus und Zebras bilden eine perfekte Wohngemeinschaft, weil Zebras als eine Art Rasenmäher für die Gnus agieren. Zebras fressen alles, was ihnen vor die Nase kommt, während Gnus nur an den Überbleibseln der Grashalme interessiert sind.

Die große Gnuwanderung in Afrika aus der Vogelperspektive

Erleben Sie die Große Migration mit uns

2. Ein ewiger Kreis

Ganz wie im Titelsong von „Der König der Löwen“ beschrieben, findet sich auch in der Gnuwanderung der ewige Kreislauf des Lebens wieder. Ununterbrochen wandern die Huftiere im Uhrzeigersinn durch die Serengeti in Tansania und die Masai Mara in Kenia. Dabei folgen Sie stets dem Regen und damit neuen Futter- und Wasserquellen.

Gnus auf grünem Gras in Ostafrika

Sie folgen den Regenfällen, Foto: Sanctuary Kichakani Serengeti Camp

3. Nachwuchs in Massen

Klar, dass sich innerhalb einer solch großen Gruppe an Lebewesen auch die ein oder andere Romanze entwickelt. Im Februar kommen die meisten Gnubabys zur Welt. Teilweise sind es sogar 8.000 pro Tag. Trächtige Gnuweibchen sind in der Lage, die Geburt für einige Wochen hinauszuzögern, unter anderem, wenn es gerade keine geeigneten Futter- und Wasserquellen gibt oder wenn besonders viele Raubtiere in der Region lauern.

Löwin jagt Gnus bei der Großen Migration in Ostafrika

Die Huftiere müssen stets auf der Hut sein

4. Ende des Lebenskreislaufs

Doch es werden nicht nur jedes Jahr neue Huftiere geboren, es ist auch für viele die letzte „Große Migration“ durch die Savanne. Jährlich sterben rund 250.000 Gnus und 30.000 Zebras durch Raubtiere oder aufgrund von Durst und Hunger. Viele Safari-Urlauber wissen übrigens nicht, dass die häufigste Todesursache bei Flussüberquerung Ertrinken durch Erschöpfung ist. Nicht jedes Tier findet die passende Stelle, um ans andere Ufer zu gelangen.

Ein Krokodil greift ein Gnu im Wasser an

Es geht um Leben und Tod

5. Actionreiche Flussüberquerungen

Apropos Flussüberquerungen: Die spannendsten Szenen spielen sich am Mara River ab. Hier sind die Massen an Huftieren deutlich beeindruckender als am Grumeti River, in welchem aber natürlich auch riesige Nilkrokodile auf ihre Beute warten. Bei der Gnuwanderung werden die Flüssen übrigens nicht nur einmal überquert. Viele Herden ziehen hin und her. Oftmals herrschen große Panik und Verwirrungen vor diesen natürlichen Hindernissen.

Nahaufnahme eines Gnus - Teil der Tierwelt im Timbavati Reservat

Streifengnu

6. Blauer Schimmer in der Savanne

Die Gnuart, welche Sie bei der Großen Tierwanderung beobachten, ist das Streifengnu, auch Blaues Gnu genannt. Im Sonnenschein schimmert das dunkle Fell der Tiere mit einem blauen Unterton – daher der Name. Da Gnus nicht unbedingt mit einem entzückenden Erscheinungsbild punkten, sind sie Mitglied der „Ugly Five“.

Gnuwanderung in Ostafrika: Ein Löwe mit Beute

Erfolgreiche Jagd, Foto: Thorsten Hanewald

7. Dicht auf den Fersen

Da, wo rund zwei Millionen Huftiere grasen, sind natürlich Raubtiere ebenfalls nicht weit. In der weltberühmten Serengeti sind mehr als 3.000 Löwen zu Hause und folgen der Gnuwanderung mit knurrenden Mägen. Besonders oft schlagen die Raubkatzen im Februar zu, wenn besonders viele kleine Gnus versuchen, mit der Herde mitzuhalten.

Great Migration in Ostafrika - Zwei Heißluftballons schweben über einer Gnuherde in Afrika

Reisen Sie mit uns nach Ostafrika

8. Längste Tierwanderung der Welt

Mit circa 800 Kilometern ist die Gnuwanderung in Afrika die längste Tierwanderung der Welt – zumindest auf dem Festland. Während der Great Migration bilden sich viele kleinere Herden, die in nahezu alle Regionen des Schutzgebietes ausschwärmen. Auf Ihrem nächsten Afrika-Abenteuer können Sie außerdem die Zebramigration oder die Wanderung der Elefanten in Botswana erleben.

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