von Romana Bleisch am 26. September 2017
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„Szenen so lieblich, Engel müssen sie im Flug erblickt haben.– David Livingstone über die Victoria-Fälle, schottischer Missionar und Afrikaforscher.

David Livingstone begab sich von Namibia aus auf eine Forschungsreise quer durch Afrika. Zwei Jahre später, im Jahr 1855, erreichte er die Victoria-Fälle und benannte sie nach der britischen Monarchin Victoria.

Einheimische nennen die Wasserfälle „Mosi-oa-Tunya“, was so viel bedeutet wie „Der Rauch, der donnert“. Und das kommt nicht von ungefähr: Zirka 3000 Tonnen Wasser fließen in der Hochwasser-Saison die Klippen hinunter – pro Sekunde! Das Spritzwasser sieht aus wie eine Rauchwolke und die kann man bei klarem Wetter aus einer Entfernung von bis zu 50 Kilometern sehen.

Die Victoria-Fälle befinden sich an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia und gehören zweifelsohne zu den Highlights im südlichen Afrika.

Die größten Wasserfälle der Erde – sie sind 1708 Meter breit und 108 Meter hoch – sind natürlich an sich schon spektakulär genug. Diverse Wanderpfade führen durch die dichte Vegetation, die die Wasserfälle umgibt. Dennoch lassen sich Glückseligkeit, Entspannung und Adrenalinspiegel noch steigern; wir verraten Ihnen wie.

sunset view victoria falls zimbabwe

Sonnenuntergang von Simbabwe aus

Aus der Vogelperspektive im Ultraleichtflugzeug

Im offenen Flugzeug wie ein Vogel über das UNESCO-Weltkulturerbe zu gleiten, lässt das Herz eines jeden Naturliebhabers mit Sicherheit höherschlagen. Die Wasserfälle aus dem siebten Himmel bewundern und vor lauter Sonnenuntergangsdramatik die Schmetterlinge im Bauch spüren, während überwältigende Wassermassen den Puls erhöhen und man denkt, die gesichteten Elefanten am Fluss nie mehr vergessen zu können – ja, ungefähr so fühlt sich das an. Wen das zu wenig beflügelt, der kann sich auch auf einen Flug im Helikopter wagen, ebenfalls sehr spektakulär.

Tourists Microlighting over Victoria falls

Ultraleichtflugzeug über den Wasserfällen

Devil´s Pool

Der Devil´s Pool ist eine kleine Lagune direkt an der Klippe der Wasserfälle auf Livingstone Island. Einen besseren Infinity-Pool finden Sie auf der ganzen Welt nicht – wetten?

Überzeugen Sie sich selbst:

Im Devil´s Pool kann man zwischen September und Dezember schwimmen, da dann der Wasserstand am niedrigsten ist und am wenigsten Spritzwasser entsteht. Man hat die volle Sicht auf die Wasserfälle und wird nicht davongeschwemmt.

victoria falls river views aerial

Die Victoria-Fälle aus der Luft

Flussfahrt bei Sonnenuntergang

Eine gemütliche Flussfahrt auf dem Sambesi-Fluss während die Sonne den Horizont küsst – unbezahlbar. Im Fluss erfrischen sich diverse Tiere nach einem heißen Tag im Zambezi Nationalpark oder Mosi-oa-Tunya Nationalpark. Und während die Umgebung in ein kitschiges Rosa getaucht wird, können Sie Ihren Sundowner genießen und die Wildnis in ihrer Essenz auf sich wirken lassen.

Royal Chundu liegt umgeben von Sambesi.

Sambesi-Fluss bei Sonnenuntergang

Bungee-Jumping

Sie möchten sich aus 111 Metern Höhe ins Niemandsland zwischen Simbabwe und Sambia stürzen? Nur zu, lassen Sie sich nicht aufhalten! Von der Brücke, die die beiden Länder miteinander verbindet, kann man vor der Kulisse des atemberaubenden Panoramas in die Tiefe springen – Adrenalinschub garantiert.

bungee-jumping-victoria-falls-zimbabwe

Foto: Condé Nast Traveler

Tagesausflug in den Chobe Nationalpark

Tauchen Sie ein ins „Land der Giganten“ und erleben Sie riesige Elefantenherden in diesem fantastischen Naturparadies – über 50000 Dickhäuter leben hier. Doch auch Zebras, Raubtiere und unzählige Vogelarten nennen den Chobe Nationalpark ihr Zuhause. Der Park ist nur knapp 100 Kilometer von den Victoria-Fällen entfernt und eignet sich daher optimal für einen Tagesausflug. Die beste Reisezeit für den Chobe Nationalpark ist Juli bis Oktober.

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Elefanten im Chobe Nationalpark

Leopard im Chobe Nationalpark

Kanufahren auf dem Sambesi-Fluss

17 Kilometer mit dem Kanu dem Wasserlauf des Sambesi entlang wie es einst die Einheimischen taten. Ganz im Einklang mit der Natur kann man vom Wasser aus diverse tierische Bewohner der Umgebung sichten. Damit man den zahlreichen Krokodilen und Nilpferden nicht in die Quere kommt, werden die Touren von erfahrenen Guides begleitet.

canoeing on zambezi
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Kanufahrt auf dem Sambesi

Wildwasser-Rafting

Das ist nur etwas für die ganz Hartgesottenen: Begeben Sie sich in den Bauch der Victoria-Fälle. Obschon der pure Wahnsinn, bietet ein Wildwasser-Rafting den ultimativen Nervenkitzel. Näher kann man dem Wasserinferno garantiert nicht kommen.

Whitewater rafting in Zambezi rapids

Wildwasser-Rafting bei den Victoria-Fällen

Buschwanderung

Die klassische Vorstellung von Safari stellt man sich in einem Geländewagen vor. Doch auch eine Buschwanderung ist eine tolle Art, die Wildnis zu entdecken. Gehen Sie mit erfahrenen, bewaffneten Rangern durch den wilden afrikanischen Busch und kommen Sie den Wundern der Natur ganz nah! Nebst zahlreichen Tieren kann man auch die einzigartige Fauna der Region erkunden, spannende Geschichten und mehr über die traditionellen, kulturellen und medizinischen Eigenschaften der heimischen Pflanzen lernen.

Walking safari with zebra in Victoria falls

Wander-Safari

Wichtige Fakten zu den Victoria-Fällen

  • Simbabwe beheimatet mit drei Vierteln den Löwenanteil der Wasserfälle und bietet verschiedene Aussichtspunkte auf das Panorama.
  • Um möglichst nah an die Wasserfälle zu kommen, empfiehlt sich Sambia als Ausgangspunkt. Zudem befinden sich der Devil´s Pool und ein natürlicher Whirlpool auf dieser Seite.
  • Hochwassersaison herrscht von Februar bis Juli.
  • Im Oktober, dem heißesten Monat im Jahr, kann das Thermometer auf bis zu 40 Grad Celsius steigen.
  • Die Umgebung der Victoria-Fälle ist Malaria-Gebiet, bereiten Sie sich vor!
Ein Regenbogen über den Victoria-Fällen

Völlig zurecht ein Naturwunder, Foto: Dietmar Temps

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