von Lena Melcher am 3. April 2018
5 min read

Obwohl das hochtechnologische Königreich Wakanda aus der Marvel-Produktion „Black Panther“ fiktiv ist, gibt es dennoch jede Menge realer Gründe, warum Afrika eine Reise wert ist.

Es sind viele Theorien darüber im Umlauf, wo Wakanda zu lokalisieren ist. Einige meinen, der Schauplatz des afrofuturistischen Films sei in Tansania, während andere davon überzeugt sind, dass sich dieser wohl an einem fiktiven Punkt nördlich des Lake Turkana, im Dreiländereck von Kenia, Äthiopien und Südsudan befindet.

Filmposter "Black Panther" / Walt Disney Studios Motion Pictures

Schon das Filmposter von „Black Panther“ sieht vielversprechend aus, Foto: Walt Disney Studios Motion Pictures

Regisseur Ryan Coogler verarbeitet in „Black Panther“ Themen wie Kolonialismus, Panafrikanismus und Nationalismus. In dem Genremix aus Action und Fantasy wird man in eine mystische Atmosphäre hineingezogen, die von Kunst und traditionellem Wissen aus verschiedenen Teilen Afrikas geprägt ist. Das Zusammenspiel aus Freundschaft, Tradition, Loyalität und Vertrauen sowie der handverlesene Cast aus prominenten und weniger bekannten Schauspielern machen den Film zu einem der mitreißendsten Kinohighlights des Jahres.

Im Folgenden versprechen wir nicht zu spoilern – also keine Angst, Sie können getrost weiterlesen. Wir ermutigen Sie jedoch – falls Sie den Film noch nicht gesehen haben – genau auf die afrikanischen Schauplätze zu achten, die Sie bei „Black Panther“ zu Gesicht bekommen.

Atemberaubende Landschaften

Victoria Wasserfälle in Simbabwe und Sambia

Die Landschaft in Wakanda erinnert an die Victoria-Fälle zwischen Simbabwe und Sambia, Foto: i_pinz

Die Landschaft im Königreich Wakanda ist von einem imposanten Wasserfall geprägt. Woran uns dieser erinnert? Die Victoria-Fälle zwischen Sambia und Simbabwe könnten dafür als Vorlage gedient haben. Adrenalinjunkies können einen Sprung in den berauschenden Devil’s Pool wagen – ein natürlicher Infinity-Pool, der sich an der sambischen Seite der Wasserfälle geformt hat. Diese einzigartige Erfahrung erinnert Sie bestimmt auch an einige spannende Szenen aus dem Film. Sehen Sie sich das Kurzvideo an und überzeugen Sie sich selbst, warum dieser Ort nicht auf Ihrer Bucket List fehlen sollte.

Südafrikanischer Soundtrack

Der Soundtrack zu „Black Panther“ wurde vom amerikanischen Rapper Kendrick Lamar produziert. Neben dem US-Künstler arbeiteten auch fünf südafrikanische Rapper daran, dem Vibe der Marvel-Filme gerecht zu werden. Babes Wodumo, Yugen Blakrok, Reason, Saudi sowie Sjava sind im Science-Fiction-Actionfilm zu hören. Möglicherweise hat Lamar diese Musiker auf seiner Reise durch Südafrika 2014 kennengelernt, als er Durban, Johannesburg und Kapstadt bereiste. Seine Erfahrungen inspirierten auch das populäre Album „To Pimp a Butterfly“ aus dem Jahr 2015. Ein Grund mehr, Ihre Koffer zu packen und nach Südafrika zu reisen, um die kunterbunte Musikszene kennenzulernen.

Sprache

Chadwick Boseman und Daniel Kaluuya aus dem Film "Black Panther"

T’Challa (Chadwick Boseman) und W’Kabi (Daniel Kaluuya) haben einiges zu besprechen, Foto: Matt Kennedy / © Marvel Studios 2018 via AP

Hätten Sie gedacht, dass die Sprache des Marvelfilms wirklich existiert? Das tut sie! Die Landessprache in Wakanda ist eine der elf offiziellen Sprachen der Regenbogennation. IsiXhosa wird von mehr als 8,2 Millionen Südafrikanern gesprochen und ist durch und durch von Klicks geprägt, die bei einer Übungsstunde bestimmt so manchem Deutschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Übrigens brauchte Nelson Mandela keinen Sprachkurs, denn IsiXhosa war seine Muttersprache.

Die Frauen von Wakanda

3 Frauen aus dem Film "Black Panther"

Okoye (Danai Gurira), Nakia (Lupita Nyong’o) und Ayo (Florence Kasumba), Foto: Matt Kennedy, © Marvel Studios 2018 via AP

Nach der Veröffentlichung des Kinohits gab es einen regelrechten Hype um die Thematik der Frauenrolle in „Black Panther“. Ryan Coogler spielt dabei darauf an, dass Sexismus gelernt und nicht angeboren wird. Viele namhafte Zeitungen wie Forbes, Washington Post, Afropunk oder die Cosmopolitan berichteten über die Repräsentation starker Frauen. Die Los Angeles Times zelebrierte zum Beispiel die Tatsache, dass Frauen als „tapfere Krieger, brillante Wissenschaftler, furchtlos Spione und Königinnen“ dargestellt werden. Unterdessen äußerte sich auch Al Jazeera zum Thema: „Die schwarzen Frauen in Black Panther sind stark und belastbar und ihre Stärke wird von den Männern in ihrem Leben verehrt (und nicht gefürchtet).“

Florence Kasumba und Danai Gurira aus dem Film "Black Panther"

Mutige Kriegerinnen im Film „Black Panther“, Foto: Matt Kennedy / © Marvel Studios 2018 via AP

Bei einem Blick auf das Machtgefälle bezüglich weiblicher und männlicher Verteilungen in angesehenen Positionen in Afrika wird durchaus Aufholpotenzial sichtbar. Ein ganz besonderes afrikanisches Land fällt jedoch aus dem Raster: Ruanda begeistert nicht nur mit magischen Wäldern, atemberaubender Tierwelt und faszinierender Landschaft. Mit der höchsten Arbeitsbeteiligung von Frauen weltweit – und der damit einhergehenden hohen Frauenquote im Parlament – ist Ruanda mehr als eine beeindruckende Safari-Destination.

Rhinozeros-Krieger

Zwei Spitzmaulnashörner rennen durch den Busch und wirbeln Sand auf - Save the Rhino Trust

Nicht nur im Film tapfere Kämpfer, Foto: Randal Ormston

Sowohl im Film „Black Panther“, als auch im echten Leben befinden sich Nashörner stets in einem Überlebenskampf. In der Marvel-Produktion werden Nashörner domestiziert und bei Schlachten als Kämpfer eingesetzt. Unter ständiger Bedrohung stehen diese auch in Afrika. Unter Wilderern sehr begehrt sind die Hörner der Tiere, die in pulverisierter Form im asiatischen Raum fälschlicherweise als Medizin gelten. So ist im März 2018 das letzte Nördliche Breitmaulnashorn gestorben. NGO’s wie zum Beispiel Wildlife ACT arbeiten auf Hochtouren, um die wenigen übriggebliebenen Nashörner zu schützen. Bei einer Reise mit Rhino Africa können auch Sie helfen, die Nashörner – ein wichtiges Mitglied der „Big Five“ (Löwe, Nashorn, Leopard, Büffel und Elefant) – zu retten.

Traditionelle Kleidung

Eine Frau und ein Mann aus dem Film "Black Panther"

Außergewöhnliche Kostüme, Foto: Matt Kennedy, © Marvel Studios 2018 via AP

Hochentwickelte Technologie trifft hier auf Stammeskult. Um dieses Thema modisch umzusetzen, bedarf es einiges an Kreativität und Inspiration. Diese holte sich die Kostümbildnerin von „Black Panther“, Ruth E. Carter, bei Völkern in Südafrika. Sogar die Techniken der Textilherstellung und Perlenstickereien der Tuareg, Zulu, Massai, Himba und Dinka implementierte die talentierte Designerin in die grandiosen Outfits, die Futurismus und Stärke ausstrahlen.

Sie haben nun Lust bekommen, die afrikanische Kultur auf eigene Faust zu erkunden? Lebendige südafrikanische Musikszene, majestätischen Victoria-Fälle oder abenteuerliche Erlebnisse auf den größten Sanddünen der Welt – Rhino Africa hilft Ihnen, Ihre Traumreise zusammenzustellen. Kontaktieren Sie heute noch unsere Superhelden, äh wir meinten Reiseberater, und fordern Sie ein kostenloses Angebot an.

 

Titelfoto: Matt Kennedy / © Marvel Studios 2018 via AP