von Katharina Riebesel am 13. Juli 2018
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Im Gebüsch bewegt sich etwas. Durchs Fernglas wird ein braun-geflecktes Fell sichtbar. Eine Hyäne, nein ein Afrikanischer Wildhund! Oder ist es doch eine Hyäne? Auf den ersten Blick sehen sich die beiden Tiere äußerst ähnlich. Wir haben die wichtigsten Unterschiede zwischen Hyänen und Wildhunden für Sie gesammelt, damit Sie auf Ihrer nächsten Safari mit Ihrem Expertenwissen glänzen können.

Nahaufnahme einer Hyäne, die am Wasser steht - Unterschied zwischen Hyänen und Wildhunden

Hyänen haben geflecktes Fell

Ein Afrikanischer Wildhund könnte rein äußerlich betrachtet ein Schäferhund sein, der sich für ein Leben im Busch entschieden und sich entsprechend ans wilde Leben angepasst hat. Die Ohren von Wildhunden sind proportional deutlich größer als die von Hyänen. Der Lycaon pictus nutzt sein Hörorgan wie zwei Radarschüsseln, die er mithilfe von zahlreichen Muskeln in die gewünschte Richtung positioniert.

Ein Afrikanischer Wildhund im Schatten von Bäumen

Wildhund lauscht gespannt

Das Fell der Tüpfelhyäne, die größte und am weitesten verbreitete ihrer Art, ist bräunlich mit kleinen schwarzen Tupfen. Wildhunde sind neben braunem und schwarzem auch mit weißem Fell geschmückt – vor allem an Pfoten und Schwanz. Sie erkennen den „Bemalten Wolf“ an einem abstrakten Kunstwerk aus unterschiedlich großen Farbklecksen.

Wahre Meister der Jagd

Wie sieht’s hinsichtlich Jagdverhalten und Beute bei Hyänen und Wildhunden aus? Das Klischee, dass Hyänen als Aasfresser lediglich auf der Suche nach Kadavern sind, trifft so nicht zu. Hyänen jagen gemeinsam oder alleine den Großteil ihrer Nahrung selbst. Sie passen sich nicht nur an die unterschiedlichsten Lebensräume und Tageszeiten an, auch bei ihrer Beute sind sie sehr flexibel – eben echte Allesfresser!

Eine Hyäne mit dem Huf einen Tiers im Maul

Hyänen fressen so ziemlich alles

Vor allem die Ausdauerleistung von Wildhunden wird bei der Jagd deutlich: Wie ein Tour-de-France-Team jagen sie mit abwechselnder Spitze ein schwaches Herdenmitglied und sobald dieses seiner Erschöpfung erliegt, greifen sie es von allen Seiten an.

Ein Rudel Wildhunde stehen in einer Linie und lauschen möglicher Beute

Bereit für die Jagd, Foto: Jochen Weissenberger

Mit einer Schultehöhe von 92 Zentimetern werden Wildhunde in der Regel größer als Hyänen. Jedoch wiegen die Mitglieder der „Ugly Five“ mit bis zu 64 Kilogramm deutlich mehr als die nur 22 Kilogramm schweren Wildhunde.

EIne Hyäne am Ufer eines Wasserlochs

Zugegeben, einen Schönheitswettbewerb würden Hyänen nicht gewinnen

Der Körperbau einer Hyäne ist stämmig, wobei vor allem der stark abfallende Rücken ins Auge fällt. Wildhunde hingegen sind die fitten Ausdauersportler unter den Wildtieren und haben ein schlankeres Erscheinungsbild mit flauschigem Schwanz.

Wie kommunizieren Hyänen und Wildhunde?

Von Grummeln bis Lachen – Hyänen verfügen über ein großes Vokabular an Lauten, um miteinander zu kommunizieren. Wildhunde stimmen per Niesen darüber ab, was das Rudel als nächstes tut. Na dann, Gesundheit!

Eine Baby-Hyäne sitzt im hohen Gras

Die kleine Hyäne muss noch lernen, zu kommunizieren, Foto: Katharina Riebesel

Wildhunde und Hyänen teilen allerdings auch einige Gemeinsamkeiten: Beide Tierarten sind sehr intelligent und leben in komplexen sozialen Systemen. Hyänen werden von einem dominanten Weibchen angeführt, während ein Rudel Wildhunde einem Alpha-Pärchen folgt.

Vier Afrikanische Wildhunde auf der Jagd

Immer dem Alpha-Pärchen nach

Wir hoffen, dass Sie auf Ihrer nächsten Reise die Unterschiede zwischen Hyänen und Wildhunden sofort erkennen. Sie wollen diese und viele weitere tierische Bewohner Afrikas in ihrem natürlichen Lebensraum erleben? Unsere Reiseexperten wissen genau, wo Sie welche Tiere auf einer Safari am besten sehen. Buchen Sie am besten noch heute!

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