von Katharina Riebesel am 6. Dezember 2018
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Wer sie einmal bestritten hat, wird sich immer wieder zu Fuß durch den wilden Busch begeben wollen. Eine Wander-Safari zeigt Ihnen auf authentische, fesselnde und manchmal auch nervenaufreibende Weise die artenreiche Flora und Fauna Afrikas. Fühlen Sie sich wie vor hunderten von Jahren, als Mensch und Tier auf Augenhöhe zwischen Savanne und Wäldern lebten. Lassen Sie Handy und Fitnessuhr zurück und werden Sie eins mit der unberührten Natur. Lernen Sie die wahre Seele Afrikas kennen, hören, fühlen und riechen Sie. Diese Safari-Aktivität bringt Ihnen den Rhythmus, die Abläufe sowie die Atmosphäre der Wildnis nahe. In diesem Beitrag versorgen wir Sie mit allem, was Sie über Wander-Safaris in Afrika wissen müssen.

Die besten Destinationen für eine Wander-Safari

Personen auf einer Wander-Safari beobachten Elefanten

Zu Fuß durchs Okavango Delta, Foto: Stuart Parker

#Süd-Luangwa Nationalpark, Sambia

Hier wurde die Wander-Safari geboren: Im Süd-Luangwa Nationalpark erhaschen Sie auf einem abenteuerlichen Spaziergang einen Blick auf 60 Säugetier- und circa 400 Vogelarten. Von Elefanten bis zu Leoparden – die Region ist ideal für Abenteurer und Hobby-Ornithologen.

#Kafue Nationalpark, Sambia

Im größten und ältesten Schutzgebiet Sambias bieten sich vor allem die Grassavannen für eine Wander-Safari an.

#Lower Zambezi Nationalpark, Sambia

Riesige Elefantenherden, Flusspferde und Leoparden gehören zu den häufigsten Sichtungen im Lower Zambezi Nationalpark. Wandern Sie entlang des Sambesi und lassen Sie sich von mehr als 400 Vogelarten verzaubern.

#Masai Mara, Kenia

In der Masai Mara ist eine Wander-Safari eine ganzheitliche Erfahrung. Lassen Sie sich von den Massai in die Geheimnisse der Region einweihen und lernen Sie Wissenswertes über Ökosysteme, Landschaften sowie die Flora und Fauna.

#Tarangire Nationalpark, Tansania

In einem der ruhigeren Schutzgebiete Ostafrikas erleben Sie unter anderem Zebras, Impalas und Elefanten aus nächster Nähe. Eine artenreiche Vogelwelt sorgt für einen bunten Blickfang auf Ihrer Wander-Safari durch Tansania.

Zebras grasen im hohen Gras im Madikwe Game Reserve in Südafrika

Erleben Sie Flora und Fauna hautnah, Foto: Royal Madikwe

#Madikwe Game Reserve, Südafrika

An der Grenze zu Botswana und lediglich eine dreieinhalbstündige Autofahrt von Johannesburg entfernt lockt das südafrikanische Madikwe Game Reserve mit einer großen Artenvielfalt in einer weiten Graslandschaft – inklusive der „Big Five“ (Löwe, Nashorn, Leopard, Büffel und Elefant).

#Bwindi Impenetrable Forest, Uganda

Betreten Sie eine magische Dschungelwelt: Gorillas, Waldelefanten, elf Primaten- und rund 200 Schmetterlingsarten machen Ihre Expedition durch Ugandas Regenwald unvergesslich.

#Okavango Delta, Botswana

Im grünen Herzen Afrikas streifen Sie entlang von Flussläufen durch das Okavango Delta. Löwen, Elefanten, Leoparden und zahlreiche weitere Tiere erleben Sie hier auf geführten Wanderungen sowie Fahrten in einem traditionellen Mokoro.

Dauer einer Wander-Safari

Drei Personen wandern durch die Savanne mit Giraffen im Hintergrund

Wander-Safari in Kenia, Foto: Mara Plains Camp

Im Normalfall ist eine Wander-Safari eine Ganztagesaktivität. Sie starten morgens im Camp und kehren vor Sonnenuntergang wieder in Ihre Unterkunft zurück. Manchmal werden Safari-Enthusiasten auch von einem Safari-Fahrzeug abgeholt. Noch mehr Adrenalin versprechen mehrtägige Wander-Safaris, bei denen Sie jeden Tag an einem neuen Ort in einem mobilen Camp übernachten. Da grundsätzlich langsam durch die Wildnis marschiert wird und ausreichend Pausen eingelegt werden, können Sie ganz unabhängig Ihres Fitnesslevels an einer Wanderung teilnehmen.

Das Erlebnis

Auf einer Wander-Safari erhalten Sie Einblicke in die komplexen Beziehungen der Tierwelt. Stets wachsam zu sein, lässt Sie Landschaften und Tierarten auf eine besondere Art wahrnehmen. Respekt vor der Natur steht im Mittelpunkt des Erlebnisses, schließlich dringen Sie ins natürliche Habitat der Tiere ein. Wie alle anderen Safari-Aktivitäten sind auch Wander-Safaris nicht zu 100 Prozent von Gefahren befreit. Halten Sie sich stets an die Anweisungen Ihres Guides, um mögliche Risiken zu minimieren. Alles in einem dürfen Sie sich auf eine lohnenswerte sowie ehrfürchtige Erfahrung freuen.

Das richtige Outfit

Neonfarben würden im Busch sofort herausstechen. Tragen Sie daher lieber Erdtöne wie Beige, Braun und Grün. Ziel bei der Outfitwahl sollte sein, sich farblich an die Landschaft anzupassen. Unbedingt dabeihaben sollten Sie: Sonnenbrille, Hut und Wanderschuhe. Seien Sie auf jedes Wetter eingestellt und achten Sie beim Kleidungskauf auf möglichst leichtes Material.

Altersbegrenzung

Ein Junge nimmt eine Landschildkröte unter die Lupe

Schon die Jüngsten erkunden Mutter Natur in Afrika

Zu Fuß durch den Busch – auf keiner anderen Safari-Aktivität sind Sie der Wildnis mehr ausgesetzt als auf einer Wander-Safari. Kinder dürfen aus diesem Grund erst ab 14 Jahren, in den meisten Fällen jedoch erst ab dem 16. Lebensjahr an einer Wander-Safari teilnehmen. Viele Safari-Lodges bieten für kleine Besucher kurze Buschwanderungen oder Spurenlesen an.

Sicherheit auf einer Wander-Safari

Sicherheit in der Wildnis ist das A und O. Ihr Guide wird Sie bitten, im Gänsemarsch durch die Savanne zu streifen. Somit nehmen Tiere einen als eine große Einheit wahr, die nicht leicht durchbrochen werden kann. Merken Sie sich die Faustregel: Immer hinter dem Gewähr bleiben. Guides gehen bei Buschwanderungen und Wander-Safari immer voran, da die meisten Gefahren von vorne kommen. Lautes Gerede oder Lachen würde die Tierwelt verunsichern, daher sollte man mit Geschichten bis zur Rückkehr im Camp warten. Oftmals lernen Sie vor dem Ausflug die essenziellsten Handzeichen, um lautlos mit Ihrem Guide kommunizieren zu können.

Sie wollen das Abenteuer Ihres Lebens erleben? Dann kontaktieren Sie unsere deutschsprachigen Reiseberater, die Ihnen bei der Planung einer Wander-Safari behilflich sind. Schnüren Sie Ihre Wanderschuhe – wir sehen uns in Afrika!