von Katharina Riebesel am 9. September 2019
6 min read

Steht das Okavango Delta in Botswana bereits auf Ihrer Bucket List? Ansonsten sollten Sie Ihre Reise-Wunschliste auf jeden Fall um das größte Binnendelta der Welt erweitern. Im grünen Herzen Botswanas erwarten Sie jede Menge faszinierende Dinge, die Ihnen den Atem rauben werden. Die nahezu unerreichte Artenvielfalt ist dabei nur ein kleiner Teil, der Ihren Aufenthalt unvergesslich macht. Kennen Sie schon die folgenden zwölf überraschenden Fakten übers Okavango Delta?

1. Mehr als 150.000 Inseln

Das Okavango Delta aus der Vogelperspektive

Das Okavango Delta in Botswana von oben

Das größte Binnendelta der Welt besteht aus sage und schreibe rund 150.000 Inseln. Einige sind nur wenige Meter lang, andere erstrecken sich über mehrere Kilometer. Die größte Insel ist Chief’s Island mit einer Länge von 70 Kilometern und einer Breite von 14 Kilometern. Diese Insel war einst das private Jagdrevier eines Stammesführers, heute erleben Reisende hier die größte Tierdichte Botswanas. Wenn das Wasser seinen höchsten Stand erreicht und die Tiere auf Chief’s Island in der Falle sitzen, ist die Raubkatzen-Aktivität am größten.

2. Die 1000. UNESCO World Heritage Site

Breitmaulnashorn umgeben von Vögeln spiegelt sich im Okavango Delta im Wasser

Breitmaulnashorn im Okavango Delta

Nicht nur ist das Wasserparadies ein UNESCO Weltnaturerbe – nein, das wäre ja zu einfach. Das Okavango Delta ist die 1000. UNESCO World Heritage Site. Eine schöne runde Nummer. Das Delta hat die Auszeichnung erhalten, da es als eines der wenigen auf der Erde nicht in ein Meer oder einen Ozean mündet. Außerdem ist die Region Heimat von gefährdeten Tierarten wie Spitz- sowie Breitmaulnashörnern, Afrikanischen Wildhunden und Geparden.

3. Das größte Binnendelta der Welt

Blick aus einem Kleinflugzeug aufs wasserreiche Okavango Delta

Blick aufs Okavango Delta

Mit bis zu 22.000 Quadratkilometern ist das Okavango Delta das größte Binnendelta der Welt. Dabei variiert die Größe der überschwemmten Fläche im Jahresverlauf ziemlich extrem. Betrachtet man das Delta von oben, sieht es wie eine riesige Hand aus, deren Ausläufe auf die Kalahari treffen. Die Wassermassen kommen aus Angola, wo zwischen Oktober und April viel Regen fällt. Diese Wassermassen fließen dann über Monate hinweg gen Süden ins Delta.

4. Landschaft im Okavango Delta ändert sich ständig

Eine Bootsfahrt auf dem Wasser im Okavango Delta in Botswana

Bootsfahrt im Okavango Delta

Hand in Hand mit dem regelmäßig wachsenden sowie schrumpfenden Binnendelta wandelt sich auch die Landschaft im Okavango durchgehend. In jedem Jahr entstehen neue Inseln oder neue Wasserwege. Viele Inseln gehen auf Termitenhügel zurück, die sich im Laufe der Zeit zu einem größeren Eiland entwickelt haben. Zu jeder Jahreszeit zeigt sich das Delta von einer neuen, eindrucksvollen Seite.

5. Überflutete Savannen

Eine romantische Bootsfahrt bei Sonnengang im Okavango Delta in Botswana

Was für ein Sonnenuntergang!

Wer bei Afrika nur an Wüste denkt, wird im Okavango Delta eines Besseren belehrt. Meterhohe Grasflächen werden ab April ins Wasser getaucht. Weiter nordwestlich, dort, wo sich der „Schwenkgriff“ des Deltas befindet, verlaufen die Wassermassen größtenteils unterirdisch. Geflutete Savannen bieten wunderbare Kulissen für Fotoaufnahmen von Antilopen, die mit Anmut durch die wasserreiche Landschaft springen.

6. Eines der Seven Natural Wonders of Africa

Ein Elefant schreitet bei Sonnenuntergang durchs Okavango Delta

Einzigartige Eindrücke

Ein unerreichtes Ausmaß sowie eine Pracht, die ihresgleichen sucht, zeichnen das Okavango Delta aus. Gemeinsam mit dem Red Sea Riff, Ngorongorokrater, der „Großen Migration“ in Ostafrika, der Sahara, dem Kilimandscharo und dem mächtigen Nil zählt das Delta zu den Sieben Naturwundern Afrikas. Erfahren Sie mehr über diese Besonderheiten Afrikas.

7. Einst flutete der Okavango River den Lake Makgadikgadi

Ein Zebra vor blauem Himmel steht in der weißen Makgadikgadi-Salzpfanne in Botswana

Ein Zebra in der Makgadikgadi-Region

Vor Millionen von Jahren mündeten die Wassermassen des Okavango River (auch Cubango River genannt) in den einstigen Lake Makgadikgadi, der ungefähr so groß wie die Schweiz war. Heute ist Makgadikgadi das weltgrößte Netzwerk von Salzpfannen. Neben den schimmernden Salzpfannen ist die Gegend außerdem für seine großen Affenbrotbäume und San-Population bekannt.

8. Je nach Saison verdreifacht das Delta seine Größe

Ein Mann in einem traditionellen Kanu gleitet vor einer Lodge über das Wasser des Okavango Delta

Mal überflutet, mal trocken

Wenn im größten Binnendelta „Ebbe“ herrscht, schrumpfen die Wassermassen um rund ein Drittel auf eine Fläche von rund 6.000 Quadratkilometern. Im August erreicht das Delta hingegen seinen höchsten Wasserstand und nimmt die größte Fläche ein. Landbasierte Aktivitäten sind je nach Lage im Delta zu dieser Zeit nur eingeschränkt möglich. Unsere Reiseexperten helfen Ihnen bei Fragen nach den besten land- und wasserbasierten Lodges gerne weiter.

9. Wasserquelle für mehr als 260.000 Säugetiere

Eine Elefantenherde mit Nachwuchs

Große und kleine Tiere sind aufs Delta angewiesen

Insbesondere in der Trockenzeit versorgt das Delta rund 260.000 Säugetiere mit Wasser. Die Region gilt nicht umsonst als eine der letzten wahren wilden Regionen unseres Planeten. Wege gibt es im Delta kaum, die meisten Lodges im Okavango Delta kann man ausschließlich mit einem Leichtflugzeug oder Boot erreichen. Krokodile, Flusspferde, Elefanten, Büffel, Antilopen, Löwen, Zebras, Leoparden – die Liste der Tierarten, die hier leben, ist lang.

10. Mehr als 450 Vogelarten

Ein Vogelschwarm bei Kings Pool in Botswana

Von unzähligen Vögeln umgeben

Ebenso beeindruckend sind die unterschiedlichen Vogelarten, die das Delta zu ihrem Nest erklärt haben. Seltene Arten wie die Bindenfischeule (Pel-Fischeule) sind im Delta zu Hause. Die Green Season von November bis April ist die beste Jahreszeit, um die mehr als 450 Vogelarten zu sehen. Übrigens ist dies auch die Reisezeit, für welche man besonders preiswerte Angebote bekommt. Erkundigen Sie sich bei unseren Reiseexperten nach Botswana-Specials. Und vergessen Sie nicht, Ihr Fernglas einzupacken!

11. Das Wasser im Binnendelta ist flach

Ein Mann steht neben einem gedeckten Tisch im seichten Wasser und wartet auf ein Boot, das sich ihm nähert

Exquisites Essen im Delta, Foto: Jao Camp

Obwohl die Fläche der Wassermassen im Jahresverlauf stark variieren, ist der Wasserstand relativ konstant. In der Regel gibt es in den Gewässern kaum mehr als zwei Meter Unterschied. In den Ausläufern des Deltas ist das Wasser oftmals so seicht, dass Sie bei einem Frühstück im Busch mit den Füßen im Wasser spielen können.

12. Einzigartiges Fortbewegungsmittel: Mokoro

Mokoro-Safari im Okavango Delta in Botswana

Elefanten nähern sich dem Mokoro

Das Venedig Afrikas: Gleiten Sie in einem fürs Okavango Delta typische Mokoro über die vielen Wasserwege. Navigiert werden die Boote mit einem langen Stab („Ngashi“), was jedoch bei sehr hohem Wasserstand unmöglich wird. Ursprünglich wurden Mokoros aus einem Einbaum gefertigt. Die Kanus sind ideal, um in flachen Gewässern die Tierwelt vom Wasser aus zu bestaunen. Lesen Sie hier weitere Reisetipps rund ums Thema Mokoro-Safaris.

Haben Sie unsere zwölf überraschenden Fakten übers Okavango Delta in Abenteuerstimmung versetzt? Dann sollten Sie mit uns eine unvergessliche Reise durch Botswana buchen. Ganz gleich, was Sie am größten Binnendelta der Welt am meisten fasziniert, unsere Reiseexperten finden die perfekten Lodges für Ihren Urlaub im wilden Herzen Botswanas. Mit unseren FAQs zu Okavango-Delta-Safaris sind Sie bestens auf Ihre Reise vorbereitet.