von Romana Bleisch am 2. November 2017
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„Madiba würde es gefallen!“ – Desmond Tutu, Friedensnobelpreisträger. Nelson Mandela wird von den Menschen aus Südafrika „Madiba“genannt.

Das Ende September 2017 eröffnete Zeitz MOCAA in Kapstadt ist eine Neuheit für Afrika und das größte Museum für zeitgenössische Kunst auf dem Kontinent. Auf über 6000 Quadratmetern Fläche findet man beeindruckende Werke von etablierten Künstlern sowie Nachwuchstalenten aus Afrika, die zum Nachdenken anregen.

The Silo, Zeitz MOCAA

The Silo, Zeitz MOCAA; Foto: The Silo Hotel

Das Museum ist in einem ehemaligen Getreidesilo untergebracht, welches nun am Hafen von Kapstadt nahe der beliebten V&A Waterfront als futuristischer Komplex in die Höhe ragt. Das architektonische Meisterwerk wurde vom britischen Heatherwick Studio in Zusammenarbeit mit südafrikanischen Designern entworfen und ist von innen wie außen äußerst spektakulär.

Fenster The Silo, Kapstadt

Diamantförmige Fenster, The Silo in Kapstadt; Foto: The Silo Hotel

Bereits von weitem sieht man, wie die kuppelförmigen Fenster des Hochhauses die Farben des Himmels über Kapstadt spiegeln. Die Decke der Eingangshalle erinnert mit seinem wabenförmigen Betongebilde an einen Bienenstock und die großen Fenster geben dem Gewölbe viel Licht.

Eingangshalle Zeitz MOCAA

Eingangshalle Zeitz MOCAA, Foto: Iwan Baan

Im 6. Stockwerk befindet sich ein Restaurant mit atemberaubender Aussicht über Kapstadt. Man kann sich hier auf den gläsernen Boden der Terrasse wagen und bis in die Eingangshalle herunterschauen.

Sicht von der gläsernen Terrasse in die Eingangshalle, Zeitz MOCAA

Sicht von der gläsernen Terrasse in die Eingangshalle, Zeitz MOCAA, Foto: Iris Santa Ana

Das Museum ist für Südafrika und für den gesamten Kontinent von enormer Bedeutung und katapultiert den kulturellen Schmelztiegel Kapstadt auf das internationale Parkett der Kunstszene.

Kunstwerk Zeitz MOCAA

„Regarding The Ease of Others“ des Künstlers Kudzanai Chiurai, Foto: Antonia Meyr

Die Sammlung des Museums kann locker mit dem Tate Modern in London („Africa´s Tate Modern“ – The Guardian) und weiteren renommierten Kunstsammlungen mithalten. Nebst geführten Audiotouren durch die Ausstellungen kann man auch an einer Architektur-Führung teilnehmen.

Künstlerin Nandipha Mntambo, Südafrika

„Emabutfo“ der Künstlerin Nandipha Mntambo, Südafrika, Foto: Katharina Riebesel

Die Künstlerin Nandipha Mntambo wurde in Swaziland geboren und ist in Johannesburg aufgewachsen. Das Werk besteht aus 24 Skulpturen aus Rindsleder und trägt den Namen „Emabutfo“, was in der Bantu-Sprache Swazi soviel heißt wie „Kämpfer“.

Marlene Steyn, The Self Fish Pedicure

„The Self-Fish Pedicure“ der Künstlerin Marlene Steyn, Südafrika, Foto: Katharina Riebesel

Auf mehreren Stockwerken werden ausschließlich Werke afrikanischer Künstler gezeigt. Nebst verschiedenen Galerien mit Werken aus der Zeitz-Sammlung (Jochen Zeitz, leidenschaftlicher Kunstsammler und ehemaliger Puma-Chef) gibt es auch temporäre Sonderausstellungen.

Kunstwerk Zeitz MOCAA

„Hanging Piece“ des Künstlers Kendell Geers, Foto: Antonia Steyn

Die Mischung aus Werken von angesehenen Künstlern sowie talentierten Newcomern spiegelt die bunte Vielfalt Afrikas wider. Die Künstler befassen sich mit gesellschaftlichen Themen und erlauben einen kritischen Blick auf das aktuelle Weltgeschehen.

Kunstwerk Zeitz MOCAA

<Ohne Titel> des Künstlers Mohau Modisakeng, Foto: Antonia Meyr

Selbst wenn man sich nicht für Kunst interessieren mag: Ein Besuch im The Silo lohnt sich allemal für jedermann – allein wegen des fantastischen Ausblicks von der Glasboden-Terrasse.

Dachterrasse Zeitz MOCAA

Dachterrasse Zeitz MOCAA, Foto: Iwan Baan

Dies war ein winziger Einblick in den neuen Stern am Kulturhimmel – entdecken Sie die faszinierenden Dauer- und Sonderausstellungen bei einem Besuch im Museum. Für Besucher unter 18 Jahren ist der Eintritt kostenlos und im Untergeschoss gibt es sogar ein Education Centre für Schulkinder.

 

Wir finden, ein Besuch im Zeitz MOCAA ist der perfekte Ort, um der Sommerhitze der Mother City für ein paar Stunden zu entfliehen. Besuchen Sie die Webseite des Museums oder buchen Sie gleich einen Flug nach Kapstadt und überzeugen Sie sich selbst von der Sammlung!

Titelfoto: Antonia Meyr

 

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