von Katharina Riebesel am 6. März 2018
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Rote Sanddünen, dramatische Berge und endlos weite Graslandschaften charakterisieren das Damaraland in Namibia. Hier leben die letzten Spitzmaulnashörner in wirklich freier Wildbahn. Vor einigen Jahren wäre die Tierart fast ausgestorben, doch dank der Organisation Save the Rhino Trust und weiteren Tierschützern verzeichnet die Population mittlerweile sogar ein leichtes Wachstum. Das Comeback des Spitzmaulnashorns! Schauen wir doch einmal genauer auf die Arbeit von Save the Rhino Trust.

Dünen und trockene Graslandschaft mit Bergen im Hintergrund im namibischen Damaraland

Das Damaraland in Namibia

Die gemeinnützige Organisation ist in den Regionen Kunene und Erongo im Nordwesten Namibias tätig. Neben dem Schutz der Spitzmaulnashörner zählt die Koexistenz von lokalen Gemeinden, einheimischer Tierwelt und Natur zu den wichtigsten Zielen. Seit 1982 stellt Save the Rhino Trust ein zentrales Verbindungselement zwischen Menschen aus dem Damaraland, Tierschutzinitiativen der namibischen Regierung, NGOs, Spendern sowie nationalen und internationalen Partnern wie Rhino Africa dar.

 

Keine Macht den Wilderern

Zwei Spitzmaulnashörner in der kargen, felsigen Landschaft des Damaralands

Zwei Spitzmaulnashörner beschnuppern sich, Foto: Park Street Pro

Dass sich das Ökosystem – insbesondere die Tierbestände – wieder normalisiert hat, sollte eigentlich Anlass zur Freude sein. Doch leider kamen mit der wachsenden Nashornpopulation auch die Wilderer in die Region. Spitzmaulnashörner sind an das Leben in der Wüste angepasst und ernähren sich im Gegenzug zu ihren grasenden Verwandten, den Breitmaulnashörnern, von Büschen und Bäumen. Viele Gebiete ihres natürlichen Habitats sind nur schwer zugänglich und daher nicht einfach zu kontrollieren.

Spitzmaulnashörner im Busch - vom Aussterben bedrohte Tiere in Afrika

Spitzmaulnashörner, Foto: Quintus Strauss

Im November 2014 wurde klar, dass eine bloße Überwachung der Tierwelt nicht ausreicht, da auf sporadischen Einsätzen immer wieder enthornte Kadaver gefunden wurden. Daher hat Save the Rhino Trust gemeinsam mit dem namibischen Ministerium für Umwelt und Tourismus ein Operationszentrum eröffnet. Geschulte Tracker der Organisation werden seitdem auf Boden- und Lufteinsätzen von einer Special Field Force verstärkt.

 

Save the Rhino Trust: Eine positive Entwicklung

Zwei Spitzmaulnashörner rennen durch den Busch und wirbeln Sand auf - Save the Rhino Trust

Von wegen träge Tiere, Foto: Randal Ormston

In diesem Jahr gab es bislang drei Fälle von Nashorn-Wilderei – ein Erfolg für die Organisation. Aber für Pohamba Shifeta, namibischer Minister für Umwelt und Tourismus, ist das noch nicht genug. Er strebt an, die Wilderei in diesem Jahr um 50 Prozent zu reduzieren. Wünschenswert wäre dies allemal. Immerhin ist die Anzahl der gewilderten Spitzmaulnashörner von 95 im Jahr 2015 und 60 im Jahr 2016 bereits merklich zurückgegangen. Übrigens: Wenn Sie Ihre Reise mit Rhino Africa buchen, unterstützen Sie ganz automatisch gemeinnützige Organisationen wie Save the Rhino Trust.

Sie möchten helfen, die Spitzmaulnashörner vor dem Aussterben zu bewahren? Dann können Sie hier spenden. So einfach werden Sie Teil vom Comeback des Spitzmaulnashorns.

 

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Titelbild: Mike Walsh