von Katharina Riebesel am 27. April 2018
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Ob Afrika-Neuling oder erfahrener Safari-Urlauber – unser Kontinent verzaubert, überrascht und beeindruckt jeden Tag aufs Neue. Eine Reise durch Afrika ist ein einmaliges Erlebnis: Im dichten Regenwald Gorillas aufspüren, Löwen im Busch aus nächster Nähe beobachten und im Holzkanu an Flusspferden vorbeigleiten. Man sammelt in den unterschiedlichsten Regionen prägende Eindrücke. In Afrika existieren lediglich weite Savannen? Klar sollte man klassische Safari-Destinationen einmal erlebt haben, doch die Nationalparks in Afrika haben so viel mehr zu bieten.

 

Masai Mara, Kenia

Eine Elefantenherde spielt unter einem Baum in Kenia

Traumhafte Kulisse in der Masai Mara

Eine der klassischen Safari-Destinationen ist die Masai Mara in Kenia. Hier sind Afrikas legendäre „Big Five“ (Löwe, Nashorn, Leopard, Büffel und Elefant) zu Hause. Sie wollten schon immer einmal stundenlang Löwen, Leoparden und Geparden beobachten? Unter Tierfotografen gilt der Nationalpark als eine der weltweit besten Regionen, um Raubkatzen abzulichten.

Gnu-Sichtung auf einer Heißluftballon-Safari in Kenia

Eine endlose Reise durch die Savanne

Zudem werden Sie hier Zeuge der „Große Migration“ und bestaunen riesige Gnu-, Zebra- und Gazellenherden mit bis zu 1,5 Millionen Tieren auf der Suche nach neuen Wasser- und Futterquellen. Beim Überqueren des Mara-Flusses warten hungrige Krokodile auf ihre Chance – Szenen, die viele nur aus Dokumentationen kennen.

 

Serengeti, Tansania

Ein Löwenbaby knabbert am Schwanz seiner Mutter - Serengeti, einer der schönsten Nationalparks in Afrika

Willkommen in der Serengeti, Foto: Yaron Schmid

Das endlose Land – die berühmte Serengeti im Norden von Tansania grenzt an die Masai Mara und ist ebenfalls Schauplatz der „Großen Tierwanderung“. Hier sollte der krokodilreiche Grumeti-Fluss zu Ihren Ausflugszielen gehören. In der Serengeti tauchen Sie wie in Kenia in einen Safari-Traum aus weiten Graslandschaften mit vereinzelten Akazienbäumen ein. In dem rund 15000 Quadratkilometer großen UNESO-Weltnaturerbe – das ganze 14 Prozent Tansanias einnimmt – bestaunen Sie elegante Giraffen, freche Hyänen und zahlreiche weitere Wildtiere.

Zebras und Flamingos am See

Afrikas Artenvielfalt in voller Pracht

Ein wahrer Garten Eden ist Tansanias Ngorongoro-Schutzgebiet. Rund um den vulkanischen Krater, wo hunderte Flamingos Seen schmücken und Zebras vom grünen Gras naschen, erleben Sie abseits von Touristenmassen unter anderem die „Big Five“. Tansania beherbergt einige der faszinierendsten Nationalparks in Afrika.

 

Etosha Nationalpark, Namibia

Elefanten und Zebras im Etosha Nationalpark in Namibia

Alles tummelt sich am Wasserloch

Aride Savannen in Kombination mit großen Wasserlöchern machen den Etosha Nationalpark in Namibia zu einem Paradies für Tierbeobachtungen. Während der winterlichen Monate von April bis Oktober entdecken Sie tierische Bewohner wie Oryxantilopen und Spitzmaulnashörner in der ohnehin schon offenen Landschaft rund um die Etosha-Pfanne noch einfacher. „Big Five“? Alle, bis auf den Büffel, spüren Sie im Etosha Nationalpark Tag und Nacht auf.

Die roten Dünen bei Sossusvlei - Afrikas Nationalparks

Rote Dünen erklimmen

Im Namib Naukluft Nationalpark durchstreifen Sie die Kalahari, die älteste Wüste der Welt. Am Sossusvlei besteigen Sie hunderte Meter große rote Sanddünen. Gleich nebenan genießen Sie im NamibRand Naturreservat, dem größten privaten Schutzgebiet im südlichen Afrika, die unendlichen Weiten Namibias.

 

Krüger Nationalpark, Südafrika

Gepard jagt Impala im Krüger Nationalpark - einer der beliebtesten Nationalparks Afrikas

In Afrikas Nationalparks erleben Sie spannende Jagdszenen

Der Krüger Nationalpark in Südafrika zählt zweifellos zu den beliebtesten Nationalparks in Afrika. Ganz gleich, ob Sie alleine, zu zweit oder mit der ganzen Familie auf Reise gehen, hier finden Sie für jedes Alter spannende Safari-Aktivitäten: Von Pirschfahrten am Tag sowie nachts bis zu Spurenlesen auf Buschwanderungen.

Elefantenmama hilft Nachwuchs aus dem Wasser, Krüger Nationalpark in Südafrika

Tierisch starker Familienzusammenhalt

Unter den 147 Säugetierarten, die im Nordosten Südafrikas beheimatet sind, befinden sich die „Big Five“. Zudem kommen Sie in den Genuss von mehr als 500 bunten Vogelarten, die in dem über 19000 Quadratkilometer großen Reservat umherflattern. Der Krüger eignet sich perfekt für eine erste Safari – Frühstück im Busch und Boma-Dinner unterm funkelnden Sternenhimmel inklusive.

 

South Luangwa Nationalpark, Sambia

Ein Guide mit Gewehr führt eine Gruppe bei einer Buschwanderung durch eine grüne Graslandschaft

Auf Wander-Safari im South Luangwa Nationalpark, Foto: Puku Ridge

Notieren Sie sich den South Luangwa Nationalpark (zu Deutsch: Süd-Luangwa Nationalpark) auf Ihrer Bucket List! Warum Sambia nach wie vor ein Geheimtipp unter den Safari-Destinationen in Afrika ist, bleibt uns ein Rätsel. Gemeinsam mit einem geschulten Guide lernen Sie die Wildnis Afrikas am Ende des Großen Afrikanischen Grabenbruchs auf einer Wander-Safari kennen. Wer länger als einen Tag unterwegs ist, nächtigt in unberührter Natur, wo Sie nur eine Zeltwand von Wildtieren trennt.

Eine Büffelherde mit Jungtieren in der Steppe

Büffel-Sichtung auf Safari

Vier der „Big Five“, Löwe, Leopard, Büffel und Elefant, bekommen Sie hier vor die Linse. Der Luangwa-Fluss ist die Lebensader der Region. Besonders viele Tiere sehen Sie in der Trockenzeit von April bis Oktober. Sie wollen das ursprüngliche Afrika erleben? Dann auf nach Sambia!

 

Chobe Nationalpark, Botswana

Eine Elefantenherde erreicht das grüne Ufer eines Flusses

Im Elefantenmarsch durch Botswana

Der Chobe Nationalpark in Botswana beeindruckt Tierliebhaber mit der weltweit dichtesten Population an Elefanten. Bei einer Boots-Safari auf dem Chobe-Fluss oder einer Pirschfahrt durchs hohe Gras kommen Sie den Dickhäutern ganz nahe. In der Savuti-Ebene sowie der Linyanti-Region leben zahlreiche Antilopen, was wiederum Löwen und andere Raubkatzen anlockt.

El león es uno de los cinco grandes del safari

Postkartenmotiv in der Savuti-Ebene, Foto: Shannon Benson

Um möglichst viele der tierischen Bewohner Botswanas live zu sehen, sollte man in den trockenen Monaten von Juni bis Oktober anreisen. Übrigens befindet sich dieses Juwel unter den Nationalparks in Afrika nur 90 Fahrminuten von den majestätischen Victoria-Fällen in Sambia und Simbabwe entfernt. Da könnte man doch wunderbar eine Rundreise planen…

 

Bwindi Impenetrable Nationalpark, Uganda

Weiblicher Gorilla mit Baby auf dem Arm im grünen Regenwald

Liebevolle Primaten

Elefanten, Krokodile und Zebras sind nicht die einzigen Tiere, denen Sie in Afrika begegnen. Im Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda haben Sie die einmalige Chance, die stark vom Aussterben bedrohten Berggorillas zu beobachten. Umgeben von feuchter Vegetation, riesigen Bäumen, durch die farbenprächtige Schmetterlinge und Vögel fliegen, kommt schnell abenteuerliches Dschungelfeeling auf.

Ein Schimpanse reinigt das Gesicht eines Artgenossen

Besuchen Sie unsere nächsten Verwandten in Uganda

Ihr Traum vom Schimpansen-Trekking wird im Kibale Forest Nationalpark wahr. Der Queen Elizabeth Nationalpark bietet Ihnen ein ganz besonderes Naturphänomen: auf Bäume kletternde Löwen. Kleines Land, aber unheimlich große Artenvielfalt: Für uns ist Uganda eine Top-Safari-Destination in Afrika.

Bei so vielen faszinierenden Nationalparks in Afrika stellt sich nicht die Frage, welchen man besuchen sollte, sondern welchen man als erstes erkunden sollte. Übrigens: Nationalpark bedeutet lediglich, dass die Tiere von ihrem größten Feind, dem Menschen, beschützt werden. Elefanten, Warzenschweine und Leoparden leben hier in freier Wildbahn. Erleben Sie Ihre Lieblingstiere in ihrem natürlichen Habitat und erfüllen Sie sich den Traum einer authentischen Safari in Afrika!

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Titelbild: Philippe Xhenseval