von Katharina Riebesel | 31. Oktober 2018
3 min read

Nachdem wir auf einer abenteuerlichen Wanderung einige der letzten freilebenden Gorillas der Welt aufgespürt haben, reisen wir nach Ruanda. Kigali ist eine lebhafte Stadt, eine Metropole, in der afrikanische Tradition auf Modernität trifft. Die Straßen sind sauber, der Verkehr ist geregelt – so viel Wert aufs Detail wird selbst in Deutschland nicht immer gelegt. Im zweiten Teil unserer Blogserie „Abenteuer in Ostafrika“ teilen wir unsere schönsten Eindrücke unseres Zwischenstopps in der kosmopolitischen City.

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Wohnquartier in Kigali

Kigali ist reich an Kultur und Geschichte

Eine bewegende Geschichte, der Duft von frischgebrühtem Kaffee und traditionelle Gerichte mit internationalem Touch ziehen uns während unseres Aufenthalts in Kigali in den Bann. Obwohl Uganda ebenso faszinierend ist, merkt man, dass Ruanda viel in Tourismus und Infrastruktur investiert hat. Oftmals ist eine Reise in den Bwindi Impenetrable Nationalpark im Nachbarland über Kigali deutlich einfacher. Der Kigali International Airport steht dem in Zürich in nichts nach.

Ein Ort mit Geschichte und Charme

Eine Schale inmitten von unzähligen Kaffeebohnen

Empfehlenswert in Kigali: ein Kaffeekurs

Wir interessieren uns dafür, wo der Kaffee herkommt, den wir täglich trinken, also melden wir uns zu einer Coffee Master Class an. Unsere Dozentin erklärt uns nicht nur alles über Kaffeebohnen, sondern berichtet auch davon, wie ihre Eltern im Genozid getötet wurden. Es ist herzerwärmend, dass sie uns an ihrem Leben teilhaben lässt. Wir nehmen von dem Kaffeekurs so viel mit, dass dieser in jedem Fall auf dem gleichen Niveau wie eine Safari steht. Kigali ist so wunderbar bunt und multikulturell. Selbst, wenn man auf Menschen trifft, die kein Wort Englisch sprechen – mit Händen und Füßen verständigt man sich dennoch irgendwie. Von A nach B fährt man übrigens mit den modernsten Bussen aus Deutschland.

Ein himmlisches Boutique-Hotel mit Charakter

Die Poollandschaft von The Retreat Kigali in Ruanda

Entspannen am Pool, Foto: The Retreat Kigali

Den Kigali International Airport und The Retreat Kigali trennen lediglich 35 Fahrminuten. Ganz ohne Schnickschnack: Unsere Unterkunft verzichtet auf glamourösen Prunk und besinnt sich auf das Wesentliche. Als erstes Hotel in der ruandischen Hauptstadt wird es ausschließlich mit Solarstrom betrieben. Dank warmen Holztönen, Steinelementen und weißen Wänden fühlen wir uns schon direkt bei der Ankunft entspannt. In einem der elf geräumigen Zimmer erfrischen wir uns zunächst unter der Außendusche (auch im Badezimmer steht selbstverständlich eine Dusche zur Verfügung) und machen uns dann über den süßen Gruß aus der Küche, leckere Schokoladencookies, her. Kaffeeliebhaber finden eine französische Kaffeepresse vor, mit welcher man sich frischen Kaffee aus der Region zubereitet – morgens gibt es nichts Besseres!

Ein bunter Nachtisch kunstvoll angerichtet im Heaven Restaurant

Schlemmen im Heaven Restaurant, Foto: The Retreat Kigali

Apropos Essen: The Retreat gehört ebenso wie das Heaven Restaurant zu einem holistischen Sozialprojekt, um der lokalen Bevölkerung neue Perspektiven und Arbeitsplätze zu bieten. Gehobene, internationale Küche mit afrikanischen Aromen lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Besonders die Guacamole mit Bananenchips erfreut unsere Geschmacksknospen. Das Angebot des kleinen Hotels umfasst zudem ein Spa, einen Pool sowie einen Fitnessraum. Wer auf seiner Reise durch Ostafrika nicht auf sportliche Betätigung verzichten möchte, kann an einem Boot-Camp- oder Yogakurs teilnehmen.

Ruanda klingt für Sie reizvoll? Unsere Reiseberater freuen sich darauf, Ihre Ostafrika-Reise durch Ruanda zu planen. Im dritten Teil unserer Blogserie reisen wir in die sagenumwobene Serengeti. Wenn Sie mehr über diesen magischen Ort im Herzen Afrikas erfahren wollten, sollten Sie das Buch „A Thousand Hills to Heaven“ lesen, in welchem Josh Ruxin, der Gründer des Heaven Restaurants, beschreibt, wie er mit seiner Familie in Ruanda angekommen ist.

Titelbild: Ryan Faas